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SO-Willich Tuning & Motorsport

Düsenrechner für Ottomotoren

SO-WILLICH TECH TOOLS

Düsenrechner

Für Ottomotoren mit Saugrohreinspritzung: Durchfluss, Druck und rechnerisches Leistungspotenzial.

Rechnerische Reichweite des Düsensatzes – PS – kW · bei gewähltem BSFC und Duty Cycle
Dichte und Verbrauchs-Richtwert prüfen oder ändern
01

Zielleistung → Düsengröße

Benötigten Mindestdurchfluss je Düse abschätzen.

Benötigt je Düse am Betriebsdruck– cc/minentspricht – cc/min Nennwert am gewählten Nenndruck
02

Düsengröße → Leistung

Welche Motorleistung kann der Düsensatz rechnerisch versorgen?

Düse am Betriebsdruck– cc/min
Rechnerisch bei Duty Cycle– PS
Leistung in hp– hp
Theoretisch bei 100 %*– PS
Drehzahl-Check 6.000 U/min

Prüft die verfügbare Einspritzzeit für den Duty Cycle oben. Die PS-Schätzung wird nicht pauschal nach Drehzahl gekürzt.

720°-Zyklus– ms
Wirksame Zeit je Impuls– ms
Ansteuerung inkl. Totzeit– ms
Reserve je Impuls– ms

Die Totzeit hängt von Düse, Bordspannung und Differenzdruck ab. Ohne Hersteller- oder Messwert bleibt die Reserve offen. Die Prüfung setzt gleichmäßig verteilte Impulse und den ganzen 720°-Zyklus als Obergrenze voraus; das tatsächlich nutzbare Einspritzfenster kann kürzer sein.

hp = Durchfluss je Düse [lb/h] × Düsenanzahl × Duty Cycle ÷ BSFC

03

Druckänderung

Durchfluss bei einem anderen Differenzdruck berechnen.

Neuer rechnerischer Durchfluss– cc/min– % Veränderung

Q₂ = Q₁ × √(p₂ ÷ p₁)

04

Kraftstoffwechsel: E5 → E85 / M85

Benötigten Düsendurchfluss für dieselbe Leistung und denselben Duty Cycle abschätzen.

Richtwert für E85– cc/minFaktor –
Richtwert für M85– cc/minFaktor –
Dichten und Verbrauchsannahmen anpassen
E5 · Benzin
E85 · Ethanolgemisch
M85 · Methanolgemisch

cc/min neu = cc/min E5 × (BSFC neu ÷ BSFC E5) × (Dichte E5 ÷ Dichte neu)

Die Faktoren sind veränderliche Richtwerte, keine garantierte Freigabe. E85- und M85-Mischung, Einspritzventil, Pumpe, Druck und Abstimmung müssen zum tatsächlichen Kraftstoff passen. M85 ist nicht reines Methanol.

05

g/min ↔ cc/min

Massen- und Volumenstrom über die Kraftstoffdichte umrechnen.

⇄
Umgerechnet auch – g/h – lb/h
Berechnung mit 745 g/L Kraftstoffdichte. Die Auswahlwerte sind Richtwerte.

cc/min = g/min ÷ (Dichte in g/L ÷ 1.000)

06

Bosch-Düsen nachschlagen

Teilenummer eingeben und dokumentierte Durchflusswerte samt Prüfbedingungen ansehen.

Bosch-Katalogwerte und unbelegte Angaben sind getrennt gekennzeichnet. Unbekannte Nummern erhalten keinen geratenen Durchfluss. g/min und cc/min dürfen nur bei gleichem Prüfmedium und Differenzdruck verglichen werden.

07

KRKTE-Startwert

Startwert aus Zylinderhubraum und statischem Düsendurchfluss berechnen.

Qstat und cc/min müssen zum selben Prüfmedium und Differenzdruck gehören. Für n-Heptan gilt hier 0,684 g/cm³. Bosch-Listenwerte sind in der Regel bei 3 bar angegeben.

Referenzwerte ansehen oder anpassen
Rechnerischer KRKTE-Startwert– ms/%Hubraum je Zylinder: – dm³ · Qstat: – g/min n-Heptan

KRKTE = ρ₀,Luft × VZyl ÷ (100 × Lst × 1/60.000 × KBenzin × Qstat)

Die Formel ist in einer Bosch-ME7-Dokumentation beschrieben, aber nicht auf ME7 als Bezeichnung beschränkt. Bei anderen Bosch-Benzinsteuerungen nur verwenden, wenn KRKTE-Definition, Einheit, Prüfkraftstoff, Differenzdruck und Korrekturfaktoren übereinstimmen. Einspritzventil-Totzeit und Lambda-Abgleich sind separat zu prüfen; Wetterdaten verändern die Referenzluftdichte nicht.

Formeln und Annahmen anzeigen
DruckkorrekturQ₂ = Q₁ × √(Δp₂ / Δp₁)

Δp ist der Druckunterschied über der Düse, nicht automatisch der angezeigte Raildruck. Die Näherung gilt für dieselbe Düse und denselben Kraftstoff; zulässigen Betriebsdruck beachten.

Volumen → Masseg/min = cc/min × g/L / 1.000

g/L ist eine Dichte, kein Durchfluss. Für die Umrechnung braucht es zusätzlich einen Massen- oder Volumenstrom. Die Dichte hängt von Kraftstoffmischung und Temperatur ab.

Masse → Leistunghp = lb/h × Düsen × Duty / BSFC

1 hp = 1,01387 PS und 1 hp = 0,74570 kW.

Drehzahl-Check (Viertakt)Zyklus [ms] = 120.000 / U/min

Wirksame Zeit je Impuls = Zyklus × Duty / Impulse je Zyklus. Elektrische Ansteuerung ≈ wirksame Zeit + Totzeit; Reserve = Zyklus / Impulse − Ansteuerung. Der Duty Cycle der PS-Formel wird hier als wirksamer Zeitanteil angenähert. Ohne Totzeit keine Reserve-Aussage.

Zielleistung → Düselb/h je Düse = hp × BSFC / Düsen / Duty

Danach wird mit Dichte und Druckverhältnis auf cc/min am Nenndruck zurückgerechnet.

E5 → E85 / M85cc neu = cc E5 × BSFC-Verhältnis × umgekehrtes Dichteverhältnis

Gleiche Zielleistung, Düsenanzahl, Duty und Differenzdruck; die voreingestellten Kraftstoffwerte sind veränderliche Beispiele.

ANLEITUNG & FUNKTIONEN Was berechnet der Düsenrechner – und welche Werte werden benötigt? Beschreibung, Rechenbereiche und Schritt-für-Schritt-Anleitung anzeigen
KRAFTSTOFFSYSTEM PLANEN

Von der Zielvorgabe zur technischen Orientierung.

Der Düsenrechner verbindet Durchfluss, Kraftstoff, Differenzdruck, Duty Cycle und Motorleistung. Er unterstützt die Vorauswahl eines Einspritzventils und macht sichtbar, welche Annahmen das Ergebnis beeinflussen.

Wofür ist das Werkzeug gedacht?

Für die überschlägige Auslegung von Einspritzventilen bei Ottomotoren mit Saugrohreinspritzung. Es beantwortet beispielsweise, welcher Durchfluss für eine Zielleistung benötigt wird, welches rechnerische Leistungspotenzial ein vorhandener Düsensatz besitzt oder wie sich ein anderer Differenzdruck auswirkt.

Die Berechnung ist eine Planungs- und Plausibilitätshilfe. Sie ersetzt keine Herstellerkennlinie, Durchflussmessung, Kontrolle der Kraftstoffversorgung oder Abstimmung am Fahrzeug.

Was kann der Düsenrechner?

  • Zielleistung in benötigten Mindestdurchfluss je Düse umrechnen
  • Rechnerisches Leistungspotenzial eines vorhandenen Düsensatzes abschätzen
  • Durchflussänderungen bei einem anderen Differenzdruck berechnen
  • E5 mit dem ungefähren Bedarf für E85 oder M85 vergleichen
  • g/min, cc/min, g/h und lb/h über die Kraftstoffdichte umrechnen
  • Hinterlegte Bosch-Teilenummern samt Quelle und Prüfbedingungen nachschlagen
  • Einen rechnerischen KRKTE-Startwert für die dokumentierte Bosch-ME7.x-Benzinlogik ermitteln

So gehst Du bei der Berechnung vor

01

Kraftstoff und Motorart wählen

Oben Benzin, E85, M85, Methanol oder eigene Werte sowie Saugmotor oder Turbo/Kompressor auswählen. Dichte und BSFC lassen sich bei Bedarf anpassen.

02

Passenden Rechenweg öffnen

Je nach Fragestellung Zielleistung, vorhandene Düsengröße, Druckänderung, Kraftstoffwechsel, Umrechnung, Teilenummernsuche oder KRKTE verwenden.

03

Druck und Duty korrekt eingeben

Maßgeblich ist der Differenzdruck über der Düse. Bei Ladedruck ist er nicht automatisch identisch mit dem angezeigten Kraftstoff- oder Raildruck. Duty Cycle bewusst mit Reserve planen.

04

Ergebnis technisch prüfen

Resultat mit Datenblatt, Prüfkraftstoff, Druckkennlinie, Pumpenleistung, Bordspannung, Totzeit und realen Messwerten abgleichen. Erst danach die Hardware auswählen.

Praxis-Tipp: Wenn die Düsengröße bekannt ist, im Bereich „Düsengröße → Leistung“ zusätzlich Drehzahl und Totzeit eintragen. So wird sichtbar, ob rechnerisch noch Einspritzzeitreserve vorhanden ist.

Einsatzgrenze: Das Werkzeug ist für Ottomotoren mit Saugrohreinspritzung ausgelegt – nicht für Diesel- oder Benzin-Direkteinspritzsysteme. Ergebnisse sind technische Näherungen und keine Leistungs- oder Bauteilfreigabe.

Ergebnis passend zum Fahrzeug einordnen?

Wenn Düse, Kraftstoffsystem und Motorsoftware zusammenpassen sollen, prüfen wir die konkrete Kombination gerne anhand Deiner Fahrzeug- und Hardwaredaten.

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