Zielleistung → Düsengröße
Benötigten Mindestdurchfluss je Düse abschätzen.
SO-WILLICH TECH TOOLS
Für Ottomotoren mit Saugrohreinspritzung: Durchfluss, Druck und rechnerisches Leistungspotenzial.
Benötigten Mindestdurchfluss je Düse abschätzen.
Welche Motorleistung kann der Düsensatz rechnerisch versorgen?
Prüft die verfügbare Einspritzzeit für den Duty Cycle oben. Die PS-Schätzung wird nicht pauschal nach Drehzahl gekürzt.
Die Totzeit hängt von Düse, Bordspannung und Differenzdruck ab. Ohne Hersteller- oder Messwert bleibt die Reserve offen. Die Prüfung setzt gleichmäßig verteilte Impulse und den ganzen 720°-Zyklus als Obergrenze voraus; das tatsächlich nutzbare Einspritzfenster kann kürzer sein.
hp = Durchfluss je Düse [lb/h] × Düsenanzahl × Duty Cycle ÷ BSFC
Durchfluss bei einem anderen Differenzdruck berechnen.
Q₂ = Q₁ × √(p₂ ÷ p₁)
Benötigten Düsendurchfluss für dieselbe Leistung und denselben Duty Cycle abschätzen.
cc/min neu = cc/min E5 × (BSFC neu ÷ BSFC E5) × (Dichte E5 ÷ Dichte neu)
Die Faktoren sind veränderliche Richtwerte, keine garantierte Freigabe. E85- und M85-Mischung, Einspritzventil, Pumpe, Druck und Abstimmung müssen zum tatsächlichen Kraftstoff passen. M85 ist nicht reines Methanol.
Massen- und Volumenstrom über die Kraftstoffdichte umrechnen.
cc/min = g/min ÷ (Dichte in g/L ÷ 1.000)
Teilenummer eingeben und dokumentierte Durchflusswerte samt Prüfbedingungen ansehen.
Prüfmedium: · Differenzdruck: bar · Quelle:
Bosch-Katalogwerte und unbelegte Angaben sind getrennt gekennzeichnet. Unbekannte Nummern erhalten keinen geratenen Durchfluss. g/min und cc/min dürfen nur bei gleichem Prüfmedium und Differenzdruck verglichen werden.
Startwert aus Zylinderhubraum und statischem Düsendurchfluss berechnen.
Qstat und cc/min müssen zum selben Prüfmedium und Differenzdruck gehören. Für n-Heptan gilt hier 0,684 g/cm³. Bosch-Listenwerte sind in der Regel bei 3 bar angegeben.
KRKTE = ρ₀,Luft × VZyl ÷ (100 × Lst × 1/60.000 × KBenzin × Qstat)
Die Formel ist in einer Bosch-ME7-Dokumentation beschrieben, aber nicht auf ME7 als Bezeichnung beschränkt. Bei anderen Bosch-Benzinsteuerungen nur verwenden, wenn KRKTE-Definition, Einheit, Prüfkraftstoff, Differenzdruck und Korrekturfaktoren übereinstimmen. Einspritzventil-Totzeit und Lambda-Abgleich sind separat zu prüfen; Wetterdaten verändern die Referenzluftdichte nicht.
Q₂ = Q₁ × √(Δp₂ / Δp₁)Δp ist der Druckunterschied über der Düse, nicht automatisch der angezeigte Raildruck. Die Näherung gilt für dieselbe Düse und denselben Kraftstoff; zulässigen Betriebsdruck beachten.
g/min = cc/min × g/L / 1.000g/L ist eine Dichte, kein Durchfluss. Für die Umrechnung braucht es zusätzlich einen Massen- oder Volumenstrom. Die Dichte hängt von Kraftstoffmischung und Temperatur ab.
hp = lb/h × Düsen × Duty / BSFC1 hp = 1,01387 PS und 1 hp = 0,74570 kW.
Zyklus [ms] = 120.000 / U/minWirksame Zeit je Impuls = Zyklus × Duty / Impulse je Zyklus. Elektrische Ansteuerung ≈ wirksame Zeit + Totzeit; Reserve = Zyklus / Impulse − Ansteuerung. Der Duty Cycle der PS-Formel wird hier als wirksamer Zeitanteil angenähert. Ohne Totzeit keine Reserve-Aussage.
lb/h je Düse = hp × BSFC / Düsen / DutyDanach wird mit Dichte und Druckverhältnis auf cc/min am Nenndruck zurückgerechnet.
cc neu = cc E5 × BSFC-Verhältnis × umgekehrtes DichteverhältnisGleiche Zielleistung, Düsenanzahl, Duty und Differenzdruck; die voreingestellten Kraftstoffwerte sind veränderliche Beispiele.
Der Düsenrechner verbindet Durchfluss, Kraftstoff, Differenzdruck, Duty Cycle und Motorleistung. Er unterstützt die Vorauswahl eines Einspritzventils und macht sichtbar, welche Annahmen das Ergebnis beeinflussen.
Für die überschlägige Auslegung von Einspritzventilen bei Ottomotoren mit Saugrohreinspritzung. Es beantwortet beispielsweise, welcher Durchfluss für eine Zielleistung benötigt wird, welches rechnerische Leistungspotenzial ein vorhandener Düsensatz besitzt oder wie sich ein anderer Differenzdruck auswirkt.
Die Berechnung ist eine Planungs- und Plausibilitätshilfe. Sie ersetzt keine Herstellerkennlinie, Durchflussmessung, Kontrolle der Kraftstoffversorgung oder Abstimmung am Fahrzeug.
Oben Benzin, E85, M85, Methanol oder eigene Werte sowie Saugmotor oder Turbo/Kompressor auswählen. Dichte und BSFC lassen sich bei Bedarf anpassen.
Je nach Fragestellung Zielleistung, vorhandene Düsengröße, Druckänderung, Kraftstoffwechsel, Umrechnung, Teilenummernsuche oder KRKTE verwenden.
Maßgeblich ist der Differenzdruck über der Düse. Bei Ladedruck ist er nicht automatisch identisch mit dem angezeigten Kraftstoff- oder Raildruck. Duty Cycle bewusst mit Reserve planen.
Resultat mit Datenblatt, Prüfkraftstoff, Druckkennlinie, Pumpenleistung, Bordspannung, Totzeit und realen Messwerten abgleichen. Erst danach die Hardware auswählen.
Praxis-Tipp: Wenn die Düsengröße bekannt ist, im Bereich „Düsengröße → Leistung“ zusätzlich Drehzahl und Totzeit eintragen. So wird sichtbar, ob rechnerisch noch Einspritzzeitreserve vorhanden ist.
Einsatzgrenze: Das Werkzeug ist für Ottomotoren mit Saugrohreinspritzung ausgelegt – nicht für Diesel- oder Benzin-Direkteinspritzsysteme. Ergebnisse sind technische Näherungen und keine Leistungs- oder Bauteilfreigabe.
Wenn Düse, Kraftstoffsystem und Motorsoftware zusammenpassen sollen, prüfen wir die konkrete Kombination gerne anhand Deiner Fahrzeug- und Hardwaredaten.
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